VORPLATZ:
Der bestehende Eingang in den Kirchenraum und der bestehende Nebeneingang – als neuer Eingang in die Kapelle - werden barrierefrei über den neuen Vorplatz erschlossen. Eine gedeckte Pergolakonstruktion verbindet diese, rahmt den neuen Kirchenplatz ein und bildet eine Abschirmung zur verkehrsreichen Eßlinger Hauptstraße. Der Kirchenplatz – als würdiger neuer Vorplatz - soll offen für vielfältigste Nutzungen vor und nach den Messfeiern und der Pfarre ein neuer Versammlungsort sein. Die sechs Stellplätze des Parkplatzes können ohne bauliche Maßnahmen in den südlichen Teil der Zufahrt verlegt werden.

KAPELLE:
Die Kapelle aus dem Jahre 1828 wird so weit als möglich frei gelegt, die Decke abgebrochen und der bestehende Spitzbogen als Verbindung zum Kirchenraum geöffnet. Ein transluzentes Glasfenster zum neuen Kirchenplatz öffnet den Raum und bringt Licht. Eine vertikale Lamellenstruktur vor dem Glasfenster nimmt die Höhenentwicklung des neuen Elementes der Pergola auf und ist gleichzeitig Filter zum öffentlichen Raum. Aus der ganztägig geöffneten Kapelle schimmert sanftes Licht auf den neuen Vorplatz und setzt ein sichtbares Zeichen nach außen. Umlaufende Sitzbänke und eine mobile Sesselbestuhlung eröffnen flexible Nutzungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Kindergottesdienste, Wochentagsmessen oder Taufen.

NEBENRÄUME:
Ein eigener barrierefreier Zugang zu den Nebenräumen wird an der nord-westlichen Gebäudeecke geschaffen. Von hier sind sämtliche Nebenräume wie das barrierefreie WC, die Sakristei und die Wohnung im Obergeschoß erschlossen. Der bestehende Innenhof wird überbaut. Der Stiegenaufgang im Turm bleibt erhalten, die Wohnung im Obergeschoß wird bestandsschonend in den Turm und die bestehende Baustruktur eingebaut. Über der Überbauung des Innenhofes entsteht ein Atriumhof für die Wohnung, das nördliche Rundfenster in den Chor des Kirchenraumes bleibt so mit erhalten.

KIRCHENRAUM:
Der Kirchenraum wird auf seine Original-Raumstruktur rückgebaut. Die bestehende Holzkonstruktion des Spitzbogen-Gewölbetragwerkes bleibt erhalten und wird mittels einer neuen multifunktionalen Innenschale den heutigen Erfordernissen angepasst. Die bestehenden Rundbogenfenster werden bis zum Boden geführt. Eine künstlerische Bearbeitung der Fensterflächen sorgt für einen hellen farb- und lichtdurchfluteten neuen Kirchenraum.

WINDFANG, ORGEL- UND MUSIKEMPORE:
Im Ostteil des Kirchenraumes wird wiederum eine Orgel- und Musikempore konzipiert. Die Empore wird tischartig mit deutlichen Fugen zum seitlichen Gewölbe in den Kirchenraum gestellt. Ein gläserner Windfang rahmt die neue Eingangssituation.

Künstlerische Gestaltung: Ingeborg Kumpfmüller

ÖBA: Lutz & Baumann