NEUBAU

DER PLATZ IST MOTOR FÜR DIE STADT

SITUATION VORHER

Hoher Straßenanteil durch eine doppelte ringförmige Erschließung. Große Flächen des Freistädter Hauptplatzes sind für Straße und Autos reserviert. Das Erscheinungsbild des historischen Freistädter Hauptplatzes gleicht teilweise einem großen Autoabstellplatz. Die wenigen Gastgärten zwängen sich zwischen die Längsparker – Stellplätze und es verbleiben nur schmale Zonen vor den Häusern für den Fußgängerverkehr. Die vielen Gehsteigkanten und Niveauunerschiede zwischen Straße und Gehsteig und Stufen in die angrenzenden Geschäftszonen und Hauseingängen machen eine barrierefreie Bewegung kaum möglich. Aufgrund der bestehenden, nicht ausreichenden Beleuchtung ist es am Abend ein dunkler Platz.

NEUGESTALTUNG

Die gesamte Westseite des Platzes wurde niveaugleich mit der bestehenden Mittelinsel verbunden. Die Gehsteigkanten und Niveauunerschiede wurden eliminiert. Dadurch entstand eine große großzügige multifunktional nutzbare Fläche. Die Platzfläche spannt sich wieder wie ein großer Teppich von einer Fassadenfläche zur gegenüberliegenden. Historische Plätze leben von den Fassaden um eine flexible Mitte: Die neue Platzfläche wurde möglichst freigehalten von fixen Einbauten. Damit ist sie für möglichst viele Funktionen nutzbar: Märkte, Feste, Bühnen, Raum für Kommunikation.

Durch eine Komprimierung der PKW Stellplätze – wobei weiterhin nahezu gleich viele vorhanden sind wie vorher – konnte die Zone vor den historischen Gebäuden massiv vergrößert werden. Dieser Bereich steht künftig für Fußgänger, als Verkaufsfläche oder für Gastgärten zur Verfügung. Diese Fläche wurde nach Fertigstellung durch neue Gastgärten genutzt. Diese haben sich mittlerweile in ihrer Anzahl verdoppelt. Es ist möglich, den Platz nicht mehr eingezwängt zwischen den Autos zu erleben, sondern man sitzt frei am Platz. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Freistadt wurde Rahmenbedingungen für die Gastronomie entwickelt, die eine aufeinander abgestimmte Gestaltung sicherstellen.

Die Platzfläche wurde in den Zugangsbereichen zu den Häusern angehoben, vorhandene Stufen wurden so weit wie möglich eliminiert. Damit sind der gesamte Platz und die Verbindungen und Zugänge zu und durch die Häuser barrierefrei. Eine neue Platzmöblierung mit Bänken, Fahrradständern, Fahnenmasten, und einer neuen Haltestelle für den Citybus setzt neue Akzente. Für die Gastronimie wurden einheitliche neue Sonnenschirme entwickelt. Die Plakate werden am Platz in zwei neuen Litfassäulen präsentiert. Die Infrastruktur wurde durch mehrere in den Boden integrierte Energiepunkte (Strom und Wasser) in verschiedenen Bereichen des Platzes ergänzt. Das neue Lichtkonzept von Dieter Bartenbach – Fassadenbeleuchtung und Platzbeleuchtung- ist ein wichtiger Teil der neuen Platzgestaltung. Die neuen Leuchten wurden in die historischen Fassaden integriert. Der Platz ist jetzt auch am Abend entprechend präsent und erlebbar.