BESTAND NUTZEN / RESPEKTVOLL ZUBAUEN
Das bestehende Ensemble des Schlosses wird weitestgehend für die Funktionen der Musik- und Kunstschule genutzt und die Kubatur des Zubaus auf ein Mindestmaß reduziert. Der Zubau mit Konzertsaal und Nebenräumen umschließt mit dem Schlosstrakt einen neuen großzügigen multifunktionalen Freiraum – den neuen Schlosshof, der in seiner Lage und Dimension die ehemals barocke Mittelachse des Schlossparks wieder aufnimmt und einen planerischen Neubeginn im Sinne des historischen Kontextes einleiten kann.

MUSIKSCHULE IM SCHLOSSTRAKT
Der Schlosstrakt wird zur Gänze von der Musikschule genutzt. Der massive Eingriff in die Bausubstanz aus 1929 mit dem Stiegenhaus- und Sanitärzubau an der Nordseite wird abgebrochen und die Nordfassade des Schlosses rückgebaut. An dessen Stelle wird die Belichtungs- und Erschließungszone für das 1.UG ergänzt. Die Stiege vom EG ins OG zur Direktion der Musikschule wird an ursprünglicher Stelle in zeitgemäßer Form wieder hergestellt.

NEUE MITTE
Der älteste Teil - die Mitte des Ensembles im EG - nimmt das Bistro und den Wartebereich auf und ist über einen breiten Steg mit dem Foyer des Zubaus verbunden. Diese neue Mitte im Bestand schafft eine Verbindung des Foyers nach Süden auf den Vorplatz Richtung Gainfarn.

KONZERTSAAL ALS ZUBAU
Der Zubau, das Foyer und der Saal sind über den Haupteingang von Osten über den Schlosshof erreichbar. Eine durchlaufende Glasfuge fügt den Zubau an den Bestand, die Traufenhöhen der Bestandsdächer bleiben unberührt. Der Konzertsaal öffnet sich zu den Sitzstufen zum Schlosshof. Die Fassade kann mittels Falt-Schiebeelementen zu diesem geöffnet werden, der Schlosshof mit seinen Sitzstufen wird zum Konzertsaal.

VISUALISIERUNG DI Hubert Marz
FREIRAUMPLANUNG Wagner & Weitlaner WasserWerkstatt OG