AUSGANGSSITUATION

Das neue Podest – das „Fundament“ der liturgischen Orte – schiebt sich in einer deutlichen Geste in das Kirchenschiff hinaus. Die Reduktion des Podestes auf eine Stufe kann als Zeichen einer unmittelbaren Verbindung Chorraum – Kirchenschiff verstanden werden, das Podest befindet sich somit auf gleicher Höhe wie die Sakristei. Das Hinausschieben des Podestes bedingt eine Reduktion der Kirchenbänke um eine zweite Reihe. In diesem Brennpunkt dem Übergang und der Schnittstelle vom Chorraum zum Kirchenschiff wird der Altartisch positioniert. Der Ambo ist Abschluss und dynamisches Moment am Ort der Verkündigung im Nahbereich der ehemaligen Kanzel. Das Hinausgehen in das Kirchenschiff schafft Raum für die Liturgie der Taufe. Das Taufbecken wird links vom Altar in den freien Raum und in den freien Blick gesetzt. Die Tauf/Osterkerze verweist auf diesen Ort. Die freie Mitte zwischen Altar und Tauf/Osterkerze ist gleichzeitig jener Ort, an dem Verstorbene würdevoll verabschiedet werden können. Das Taufbecken, der Ort der Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche - die Aufbahrung der Verstorbenen, der Ort der Verabschiedung.

MATERIALIEN

Lebendig schimmernde Vollholz-Häupter aus geblisterter Birke tragen Steinplatten aus spanischem Kalkstein. Die schlichte, lineare Gestalt der liturgischen Orte setzt einen Kontrapunkt zur barocken Vielgestaltigkeit der Jakobskirche. In der Oberflächengestaltung jedoch hält die geblisterte Birke Zwiesprache mit der Marmorierung und Lebendigkeit der Oberflächen der Barockaltäre. Der spanische Kalkstein mit Muschel-Kalkeinschlüssen verweist auf die Geschichte des Hl. Jakob. In den Kalkstein des Taufbeckens ist ein Glasbecken zur Aufnahme des Taufwassers eingelegt.